Was tun bei Kopfschmerzen?  

    Weil viele meiner Patienten √ľber Kopfschmerzen berichten, nachfolgend einige Infos dazu:

    Hier erhalten Sie sehr viele Informationen. Diese sollen Sie nicht verwirren. Sp√ľren Sie einfach bei den vielen M√∂glichkeiten hin, was Sie besonders anspringt. Was Sie nicht anspricht, ziehen Sie einfach nicht in Betracht.

    Shiatsu- Behandlung:
    Diese wirkt sehr entspannend und der Therapeut wird die Energiebahnen so g√ľnstig beeinflussen, dass oft Kopfschmerzen aufh√∂ren.
    Gönnen Sie sich diese so entspannende Stunde!

    Feldenkrais-Behandlung:
    Auch bei dieser Behandlung tritt eine großartige Entspannung auf.
    Gönnen Sie sich auch diese so entspannende Stunde!

    Richtiges Atmen lernen,
     
    z.B. bei Atemtherapeuten, die ihre Ausbildung
    bei Prof. Ilse Middendorf gemacht haben.
    Dies ist fast ein Allheilmittel, auch f√ľr Kopfschmerzen.

    Sehr viel √ľber Kopfschmerzen und Medikamente
    in Stiftung-Warentest, Heft 8/2002:
    Medikamente gegen Schmerzen
    Ein Wirkstoff reicht
    Was hilft am besten gegen Kopfschmerzen und warum ist Aspirin bei Zahnschmerzen keine gute Wahl? Die STIFTUNG WARENTEST hat 149 Schmerzmittel getestet. Es sind die Bestseller der Apotheken: Jährlicher Umsatz in Deutschland: etwa 500 Millionen Euro. 7 der 20 meistverkauften Arzneimittel sind rezeptfreie Schmerzmittel. Die wichtigsten Wirkstoffe heißen Azetylsalizylsäure, Ibuprofen und Parazetamol. test sagt, wie sie wirken, wann sie helfen und was sie kosten.
    Im Test: 149 Schmerzmittel gegen Kopfschmerzen (Schmerzmittel- Kopfschmerzen, chronische -, akute -, Spannungs-  Migr√§ne, Cluster-), Nerven- und Regelschmerzen. Bewertungen aufgrund ver√∂ffentlichter Studien und Expertengutachten.

    Weitere Infos und Therapie
    Deutsche Migr√§ne- und Kopfschmerzgesellschaft 
        
    www.dmkg.org     bei Therapie-Empfehlungen.

    Ferner bei   http://www.bvdn.de/public/080/030/071_E3_C.html   und

    bei  http://www.bvdn.de/public/080/030/120_E3_C.html .


    Die 5 x 5 besten Tips gegen Kopfschmerzen
    Quelle: Naturarzt 8/2002, 
    www.naturarzt-access. de
    (Das eingetragene Warenzeichen von hier genannten Medikamenten kann in diesem Programm leider nicht angezeigt werden. Ebenso wurden einige Bindestriche nicht √ľbertragen).

    Von
    Dr. mecl. Jan Brand,
    Prof. Dr. oec. troph. Ines Heindl,
    Dr. med. Rainer Matejka,
    Dr. med. Volker Schmiedel,
    Dr. med. Claus Schulte-Uebbing

    Formen und Ursachen von Kopfschmerzen sind vielf√§ltig, und auch die Therapie ist relativ kompliziert. Trotzdem bringen oft schon einfache Ma√ünahmen sp√ľrbare Besserung, sofern keine schwere Grunderkrankung hinter den Beschwerden steckt. Die Naturheilkunde bietet zwar keine Patentrezepte, aber ebenso praktische wie wertvolle Hilfen.
    F√ľnf erfahrene √Ąrzte stellen hier ihre besten Tipps gegen Kopfschmerzen vor.

    Dr. med. Jan Brand
    ist Chefarzt der MigräneKlinik Königstein. Er beschäftigt sich hier besonders mit dem Spannungskopfschmerz (akut und chronisch) und dem durch Medikamente ausgelösten Dauerkopfschmerz.

    1. Bauen Sie Spannung ab, wo es nur geht

    Das Grundproblem beim Spannungskopfschmerz besteht in einem Mi√üverh√§ltnis zwischen Anspannung und Entspannung. Es kann nur durch eine dauerhafte Grundgelassenheit gel√∂st werden. Neben dem progressiven MuskeltiefenentspannungsTraining nach Jacobson (mu√ü t√§glich ge√ľbt werden) bieten sich Entspannungs√ľbungen aus der chinesischen Medizin (Yoga, QiGong, Thai Chi) an. Auch das BioFeedbackVerfahren kann empfohlen werden. Bew√§hrt hat sich weiterhin das k√ľhlende Stirnband, das meist eine schnelle Schmerzlinderung bewirkt.

    2. Pfefferminzöl auf die Stirn auftragen
    In mehreren Studien konnte nachgewiesen werden, da√ü ein spezielles Pfefferminz√∂l (Euminz, IhpR√∂dler oder China-√Ėl) den Schmerz nach mehrmaligem Auftragen auf die Stirn deutlich lindern kann. Bew√§hrt hat sich bei einigen Patienten, bei aufkommendem Kopfschmerz einen starken Kaffee (Espresso) zu trinken, eventuell unter Hinzugabe von Zitronensaft.

    3. Ansteigende Fußbäder, ein bewährtes Verfahren
    Von großem Nutzen sind vielfach ansteigende Fußbäder (Schielebäder, andere Fußbäder mit ansteigender Wassertemperatur zwischen 35 und 45 Grad). Sie regen den Blutumlauf im Körper anund wirken gleichzeitig abwehrsteigernd. Diese bewährten Naturheilverfahren sind auch bei der Behandlung von Spannungskopfschmerzen als wertvolle Ergänzung anzusehen.

    4. Säure-Basen-Haushalt unbedingt ausgleichen
    Soll die Therapie des Spannungskopfschmerzes langfristig Erfolg haben, kommt man um den Ausgleich des S√§ure/Basenhaushaltes mittels BasenPr√§paraten (Bullrich's Vital, Basica, Alkala) nicht herum. Dabei sollte man immer auf eine ausreichende Trinkmenge von zwei bis drei Litern pro Tag (Wasser oderTee) achten. Ob auch Lebensmittelunvertr√§glichkeiten, insbesondere eine GlutenUnvertr√§glichkeit, die Symptomatik beeinflussen, ist zu pr√ľfen.

    5 Medikamentenentzug mit Heilfasten und Mayr-Kur
    Beim medikamentenbedingten (Dauer) Kopfschmerz mu√ü eine Entzugsbehandlung √ľber eine Entgiftungsdi√§t (Heilfasten oder F. X. Mayr-Di√§t) eingeleitet werden, um aus dem Teufelskreis herauszukommen.

    Prof. Dr. Ines Heindl
    Die Ern√§hrungswissenschaftlerin Prof. Dr. Ines Heindl hat einen Lehrstuhl f√ľr Ern√§hrungswissenschaft und Haushaltslehre an der Universit√§t Flensburg. Ihre Ratschl√§ge konzentrieren sich auf den Zusammenhang zwischen Migr√§ne und E√üverhalten.

    1. Auf nat√ľrliche Rhythmen achten
    Viele Kopfschmerzattacken, vor allem Migr√§neAnf√§lle, werden durch √Ąnderungsreize ausgel√∂st. Umso wichtiger ist es, auf die gleichm√§√üige Gestaltung allt√§glicher Rhythmen (Wachen, Schlafen, Mahlzeiten) zu achten, auch an Wochenenden. Frauen beispielsweise, die Wert auf die "schlanke Linie" legen, essen eher unregelm√§√üig und z√ľgeln ihr E√üverhalten bevorzugt morgens. In den Vormittagsstunden beginnen Migr√§neattacken h√§ufiger als zu anderen Tages und Nachtzeiten

    2. Regelm√§√üig essen und S√ľ√üigkeiten meiden

    Wichtig ist, da√ü Sie regelm√§√üig essen und besonders am Vormittag keine gro√üe Nahrungspause entsteht. Nehmen Sie ausreichend Getreide, Obst, Gem√ľse und Kartoffeln zu sich, aber keine S√ľ√üigkeiten. So sorgen Sie f√ľr ein kontinuierliches Angebot an Kohlenhydraten, die als Hauptenergiequellen den Gehirnstoffwechsel anregen.

    3. Ausreichend trinken besonders vormittags
    Weil das Gehirn empfindlich auf Fl√ľssigkeitsverluste reagiert, m√ľssen Sie die t√§gliche Trinkmenge ebenso kontrollieren wie die Qualit√§t Ihrer Getr√§nke. Die n√§chtliche Trinkpause sollten Sie durch gr√∂√üere Fl√ľssigkeitszufuhr am Vormittag ausgleichen. Ihr K√∂rper ben√∂tigthaupts√§chlich Wasser. Zwischen eineinhalb und zwei Litern pro Tag liegt das Minimum. Getr√§nke wie Kaffee, Tee und Alkohol steigern allerdings die Wasserverluste und wirken hier eher kontraproduktiv.

    4. Persönliche Erfahrungen: Sogar Bier kann helfen

    Menschen, die unter Migr√§ne leiden, verf√ľgen nicht selten √ľber ganz pers√∂nliche Erfahrungen, wie eine beginnende Attacke eventuell unterbrochen werden kann. Dies gilt vor allem f√ľr die ersten Hinweissymptome, die sogenannte Auraphase. Dem einen hilft es, die Trinkmenge (Wasser) deutlich zu erh√∂hen, dem anderen verschafft ein Glas Bier (Wirkung des Hopfens) Linderung. Probieren Sie solche "Rezepte" ruhig aus und sch√§rfen Sie Ihre Wahrnehmung f√ľr individuelle Reaktionen.

    5. Kopfschmerztagebuch - f√ľr Betroffene ein Mu√ü
    F√ľhren Sie unbedingt ein Kopfschmerztagebuch. Durch sorgf√§ltige Aufzeichnungen k√∂nnen Sie herausfinden, welche ern√§hrungsbedingten Unregelm√§√üigkeiten und Unvertr√§glichkeiten in Zusammenhang mit Ihren Kopfschmerzen stehen. Bei Bedarf sind alkoholische Getr√§nke (Rot, Wei√üwein, Sekt, Bier), bestimmte K√§sesorten, scharfe Gew√ľrze (sind gef√§√üwirksam) und unangenehme Essensger√ľche zu meiden.
     

    Dr. med. Rainer Mateika,
    Arzt f√ľr Allgemeinmedizin und Pr√§sident des Deutschen Naturheilbundes, stimmt seine Behandlung vor allem auf den Patienten-Typ und die Schmerz-Lokalisation ab.

    1. Freier Kopf durch Aderlässe und Sport
    Bei einem vollbl√ľtigen pyknisch/athletischen Patienten w√ľrde ich den Aderla√ü versuchen. Dabei wird mit einer gro√ükalibrigen sogenannten "Strau√ükan√ľle" eine Blutentnahme (in der Regel 250 ml) durchgef√ľhrt. Je nach Blutdicke (H√§matokrit) kann der Aderla√ü nach 14 Tagen, vier Wochen oder einem Vierteljahr wiederholt werden. Viele Patienten f√ľhlen sich nach einem Aderla√ü "freier im Kopf". Langfristig sind ein oder mehrere Aderl√§sse im Jahr sinnvoll. Eine Studie der Universit√§t Innsbruck aus dem vergangenen Jahr best√§tigt die vorbeugende Wirkung von Aderl√§ssen auch bei Schlaganfall und Herzinfarkt.
    Haben wir es mit einem eher asthenischen (schm√§chtigen, muskelschwachen) Typ zu tun, mit einem Leeregef√ľhl im Kopf, sind meist "energiezuleitende" Verfahren sinnvoll, zum Beispiel Kreislaufanregung mit ansteigenden Fu√üb√§dern und Sport.

    2. Bringen Sie Ihre Energie zum Fließen
    Von diesen konstitutionellen Unterschieden abgesehen, empfehle ich die Neuraltherapie nach Huneke und/oder die Akupunktur. Die Neuraltherapie bietet den Vorteil, neben der Reflexwirkung √ľber die Akupunkturpunkte zus√§tzlich arzneiliche Wirkungen (durch Procain und Lidocain) zu entfalten.
    Bei der Suche nach den Kopfschmerz-Ursachen kann es helfen, die Beschwerden den Meridianen zuzuordnen. Ein Beispiel: Schmerzen, die helmförmig aus dem Nacken in die Stirn kriechen, stehen häufig in Verbindung mit dem Blasenmeridian. In solchen Fällen verschafft auch blutiges Schröpfen im Nackenbereich Linderung. Vor allem aber bezieht die Akupunktmassage nach Penzel (APM) die Meridianbeziehungen in ihr Behandlungskonzept mit ein und strebt einen energetischen Ausgleich an.

    3. Gute Verdauung: eine gesunde Basis
    Zahlreiche Patienten berichten, da√ü immer dann, wenn Verdauungsprobleme (Druckgef√ľhl im Oberbauch, Verstopfungen) auftreten, auch Kopfschmerzen entstehen. Von Ihrem Internisten erfahren sie dann meistens, dies k√∂nne nicht sein. Tats√§chlich wei√ü die Erfahrungsheilkunde, da√ü √ľber vegetative Nervenbahnen und Akupunkturmeridiane vielf√§ltige Wechselwirkungen zwischen Kopf und Verdauungstrakt bestehen. Eine Optimierung der Verdauung kann auf reflektorischem Wege Kopfschmerzen reduzieren. Die verst√§rkte Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten entzieht Kopfschmerzen den N√§hrboden.
    Neben darmreinigenden Verfahren wie Colon-Hydro-Therapie oder dem Einsatz salinischer Abf√ľhrmittel (Bittersalz, Glaubersalz nicht l√§nger als 14 Tage) kann eine Therapie mit gesunden Bakterien (Siehe Artikel "Darmsanierung nach Antibiotika" in Naturarzt 2/02) die Stoffwechselleistung des Darmes steigern. In Frage kommen auch St√§rkungsmittel f√ľr die Oberbauchorgane, meist auf Bitterstoffbasis. Wenn vor allem die Leber-Gallen-Zone belastet ist, bieten sich Hevert Gall S und Cholagogum Nattermann an. Steht eine St√∂rung der Bauchspeicheldr√ľse im Vordergrund, k√∂nnen Pankreaplex neu oder Pascopankreat eingesetzt werden. Bei Magenentleerungsst√∂rungen oder allgemeiner Oberbauch-Dr√ľsenschw√§che haben sich Gastrol S und AmaraTropfen Pascoe bew√§hrt.

    4. Die Kraft des Wassers fördert Durchblutung
    Kalte F√ľ√üe verschlechtern reflektorisch die Kopfdurchblutung. Man versuche deshalb ansteigende Fu√üb√§der nach Hauffe (oder SchieleB√§der). Zu diesem Zweck f√ľllt man k√∂rperwarmes Wasser in ein Plastikw√§nnchen und stellt die F√ľ√üe hinein. Durch langsames Zugie√üen von hei√üem Wasser steigen Wasserspiegel und Temperatur an. Hierdurch wird nicht nur die Durchblutung im Beinbereich nachhaltig angeregt, sondern √ľber die Reflexverbindungen von Fu√üsohlen zu den inneren Organen auch der gesamte Organismus.

    5. Krankengymnastik und viel Bewegung
    Da Kopfschmerzen häufig mit psychovegetativen (Ver)-Spannungen einhergehen, sollte nach Wirbelblockaden beziehungsweise Blockaden der Kreuzdarmbeinzonen gefahndet werden. Falls Sie bestätigt werden, bieten sich krankengymnastische Übungsbehandlungen an. Überhaupt ist Sport ein geeigneter Weg, Kopfschmerzen entgegenzuwirken, nicht zuletzt durch die damit verbesserte Sauerstoffzufuhr.
     

    Dr. med. Volker Schmiedel,
    Facharzt f√ľr physikalische und rehabilitative Medizin, setzt unter anderem auf Minz√∂l und Magnesium.

    1. Minzöl hilft vor allem bei akutem Schmerz
    K√ľrzlich hat sogar das Deutsche √Ąrzteblatt, das der Naturheilkunde sonst nicht sehr zugetan ist, √ľber "Kopfschmerzbehandlung mit Pfefferminz√∂l" berichtet. Nach der dort zitierten Studie war Pfefferminz√∂l genauso effektiv wie die konventionellen Schmerzmittel-  allerdings mit weniger Nebenwirkungen.
    Bei leichtem bis mäßigem Kopfschmerz sollten Sie je einen Tropfen Pfefferminzöl an beiden Schläfen (schmerzenden Stellen) sanft einmassieren. Sie können damit vielleicht nicht jeden Kopfschmerz beseitigen, aber oft Heftigkeit und Dauer reduzieren sowie einige Schmerztabletten einsparen.

    2- Trinken Sie weniger Kaffee und Cola
    Die schw√§chende und nervensch√§digende Wirkung des ‚ÄěT√ľrkentrankes" ist hinl√§nglich bekannt. Viele Kopfschmerzpatienten berichten jedoch, da√ü eine Tasse Kaffee so manchen Kopfschmerz beseitigt oder lindert. Einige Kopfschmerzmittel enthalten sogar reines Koffein, das die Arzneiwirkung verst√§rken soll. Leider macht Koffein aber k√∂rperlich abh√§ngig.
               Wenn Sie jeden Tag Koffein (Kaffee, Tee, Cola) zuf√ľhren, gew√∂hnt sich der K√∂rper daran und kann mit Entzugserscheinungen reagieren, wenn der gewohnte Reiz ausbleibt. Eines dieser Entzugssymptome ist der Kopfschmerz. Wenn Sie den Eindruck haben, da√ü Ihnen Kaffee bei Kopfschmerzen und niedrigem Blutdruck hilft, sollten Sie das Koffein versuchsweise f√ľr vier Wochen weglassen. Geht es Ihnen an den ersten Tagen besonders schlecht, sind Sie wahrscheinlich abh√§ngig. Halten Sie dann bitte durch! Nach einigen Wochen geht es Ihnen wom√∂glich besser als je zuvor. Die Kopfschmerzen verschwinden ganz oder H√§ufigkeit und Intensit√§t der Anf√§lle lassen nach. Wenn Sie sp√§ter wieder Koffein zu sich nehmen, bitte nicht t√§glich, sondern nur zwei bis dreimal pro Woche. Dann gibt es weder Gew√∂hnung noch Entzug.

    3. Am Wetter liegt es in der Regel nicht
    Vielen Kopfschmerzpatienten hilft es, wenn Sie ein Tagebuch f√ľhren, in dem Sie die Schmerzzeiten festhalten. Wenn Sie auch die Begleitumst√§nde notieren , k√∂nnen Sie eventuell die Ausl√∂ser herausfinden. Das Wetter spielt seltener eine Rolle als vermutet, viel h√§ufiger sind zu kurzer oder zu langer Schlaf, stressige oder fehlende Arbeit, bestimmte Speisen (Rotwein, K√§se, glutamatgew√ľrztes Essen), starke k√∂rperliche Anstrengung, Sex und konfliktreiche Gespr√§che die Ursache.

    4. Amalgarmsanierung bringt oft Erleichterung
    Die Frage, ob Amalgam Kopfschmerzen verursacht, ist wissenschaftlich bisher nicht beantwortet, doch einige Patienten erfuhren nach einer Amalgamsanierung und -ausleitung eine deutliche Besserung ihres Leidens. Wenn Sie viele Plomben haben, kann ein Spannungstest (galvanische Belastung) oder ein DMPS-Test (toxische Belastung) sinnvoll sein.

    5. Magnesium ‚Äď das beste Antistre√ümineral
    In mehreren Studien hat sich Magnesium bei Kopfschmerz/Migr√§ne als g√ľnstig erwiesen, jedoch nur in hoher Dosierung. Ich gebe meinen Patienten zun√§chst 120 bis 240 mg Magnesium pro Tag. Wird dies vertragen, kann man w√∂chentlich um 60 mg steigern, bis eine Tagesdosis von 600 mg erreicht wird. Falls Sie Durchfall bekommen, sollten Sie stufenweise mit der Dosis zur√ľckgehen, bis Sie wieder normalen Stuhl haben.
    Eventuell kann sp√§ter noch einmal ein Anlauf auf eine h√∂here Dosierung unternommen werden. Nehmen Sie soviel Magnesium (maximal 600 mg) ein, wie Ihr Darm zul√§√üt. Der entspannende und vegetativ ausgleichende Effekt wirkt sich meist g√ľnstig auf die Kopfschmerzneigung aus.
                         Im √ľbrigen ist Magnesium reichlich in gr√ľnen Gem√ľsearten, N√ľssen und H√ľlsenfr√ľchten enthalten, so da√ü eine vollwertige Ern√§hrung zumindest Mangelerscheinungen vorbeugen kann.
     

    Dr. med. Claus SchulteUebbing,
    niedergelassener Frauenarzt aus M√ľnchen, bezieht auch weltmedizinische Aspekte in seine √úberlegungen mit ein.

    1. Weniger Streß reduziert den Druck
    Stre√ü, √Ąrger, Kummer und Konflikte machen sehr oft Kopfschmerzen. Termindruck, Zeitdruck, Mobbing am Arbeitsplatz ebenso. Manchmal bringen Kopfschmerzen sogar einen sogenannten "Krankheitsgewinn", das hei√üt, sie sind ein plausibler Grund, um sich zur√ľckziehen zu d√ľrfen von einem Alltag, dem man nicht gewachsen ist.
    Lassen Sie sich nicht stressen, weder durch sich selbst, noch durch andere. Mehr als arbeiten k√∂nnen Sie nicht. Leben Sie bewu√üt, denn jeder Augenblick ist einmalig, Lieben Sie Ihren N√§chster wie sich selbst, aber verbringen Sie t√§glich einige Zeit allein. Die beste Beziehung ist die, in der jeder Partner den anderer mehr liebt als braucht. Messen Sie Ihren Erfolg daran, was Sie daf√ľr aufgeben m√ľssen. Wenn Sie Fehler gemacht haben oder etwas √§ndern wollen, tun Sie es sofort.

    2. Signale des Körpers weisen oft den Weg
    H√§ufig ist eine nat√ľrliche oder erworbene Hals-Wirbels√§ulen-Verkr√ľmmung mit Verspannungen in diesem Bereich die Ursache anhaltender Kopfschmerzen. Eine Umgestaltung des Arbeits und Schlafplatzes kann ebenso Abhilfe schaffen wie Krankengymnastik, Massage,  Osteopathie, KraniosakralTherapie,  Akupunktur, Akupressur und Magnetfeldtherapie.
    Ist die Durchblutung der Halsschlagader eingeschränkt (bei Diabetes, Arteriosklerose, Bluthochdruck), sind durch blutungsfördernde Therapien angezeigt, etwa mit Ozon-Eigenblut, Antioxidantien-Infusionen, Gingko, Multi-Enzym- oder B-Vitamin-Komplexen.
    Eine gest√∂rte Verdauung und Nahrungsmittelunvertr√§glichkeiten  k√∂nnen ebenfalls Kopfschmerzen beg√ľnstigen. Entsprechende Tests sollten eine verborgene √úberempfindlichkeit abkl√§ren. Ansonsten helfen Kneipp-Kuren oder DarmInfusionen mit Kr√§uter-Extrakten, Immunstimulantien (Mistel, Thymus),  Antioxidantien,  pH-neutralen Symbionten, Antipilz-Mischungen und Autovaccinen.

    3. Meiden Sie √ľberfl√ľssige Umweltgifte und Nikotin
    Sehr häufig machen Umweltschadstoffe im Körper vor allem migräne oder neuralgieähnliche Schmerzen. Sie wurden meist erworben durch Ernährung oder Einatmen von Umweltgiften. Zu nennen sind Rauchen (Passivrauchen), Auto- und Industrie-Abgase, Holzschutzmittel, Lösungsmittel, Schwermetalle und Weichmacher. Vor allem chronische oder akute Vergiftungen durch Schwermetalle (Amalgam, Palladium, Kupfer, Blei, Chrom, Cadmium), Holzschutzmittel (Formaldehyd, HCB, PCP, Lindan), Lösungsmittel (Benzol, Xylol, Toluol) oder Pyrethroide machen Kopfweh.
    Hier helfen ein gezielter Giftstoff-Check beim Umweltmediziner und notfalls eine baubiologische Sanierung plus gezielte Entgiftung, zum Beispiel durch Amalgamentfernung, √Ėlziehen, Aderla√ü oder Chelat-Therapie.

    4. Die Abwehr stärken mit ColonTherapie
    Ist eine Abwehrschw√§che nachgewiesen, sind immunst√§rkende Ma√ünahmen zu ergreifen. Dies sollte direkt √ľber den Darm geschehen, mittels der sogenannten ColonImmunStimulationsTherapie (C.I.S.T.). Es handelt sich um eine Abwandlung der Colon-Hydro-Therapie, bei der der Darm meist nur gesp√ľlt wird. Die C.I.S.T. dagegen schlie√üt Darm-Infusionen mit Kr√§uter-Extrakten (zum Beispiel Hildegard-Rezepturen), Immunstimulantien (Mistel, Thymus), Antioxidantien, Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminos√§uren, Proteinen und pH-neutralen Symbionten (gesunden Darmbakterien) mit ein.
    Als ergänzende Verfahren kommen bei Kopfschmerzen außerdem Fitness-Kuren, Eigenblut-Behandlungen, Akupunktur, Phytotherapie und Ernährungsberatung in Frage.

    5. Vertrauen Sie der chinesischen Akupunktur
    Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin bedeuten starke Schmerzen mit Schwellung Blut-Stagnation, geringere Schmerzen mit Schwellung eine Stagnation der Lebensenergie Qi. Wenn K√§lte bessert, liegt eine Hitzest√∂rung vor, wenn W√§rme hilft, eine K√§ltest√∂rung. Bei Patienten vom F√ľlle-Typ verschlimmert Ber√ľhrung das Leiden, beim LeereTyp hingegen bessert sie.
    Die wichtigsten AkupunkturpunktKombinationen:
    KopfschmerzAnfall: Ex 1, 2, Gb 39, Lu 7, Ohr 58, Ren 12 (Brechreiz), Ma 36, Pe 6,
    Spannungs-Kopfschmerz: Ma 36, BI 8,9,10, 3E 15, D√ľ 3,
    Zervikaler Kopfschmerz: Ma 36, BI 10, 60, Di 4, 16, 3E 5, 15, 16, D√ľ 3, Gb 21,
    Vasomotorischer Kopfschmerz: Gb 3, 3 E 21, 22.

    Weiterf√ľhrende Literatur.

    R. Bircher: BircherBennerHandbuch Kopfschmerzen und Migräne, BircherBenner, Friedrichsdorf, 1996

    L. Gnant, J. Brand: Migr√§ne- die verschwiegene Krankheit, Arcis, M√ľnchen 2000

    H. Göbel: Erfolgreich gegen Kopfschmerzen, Springer, Berlin, 2002

    W lohnen: Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, Gr√§fe und Unzer, M√ľnchen, 2001

    G. Leibold: Kopfschmerzen und Migr√§ne  Nat√ľrlich lindern-  Ganzheitlich heilen, Jopp, Z√ľrich, 1997

    M. Augustin, V. Schmiedel: Handbuch Naturheilkunde, Kapitel KopfschmerzIMigr√§ne, H√ľthig, Stuttgart, 1997

    C. Schulte-Uebbing. Angewandte Umweltmedizin, Sonntag, Stuttgart, 1995

    C. SchulteUebbing. Colon-Immun-Stimulations-Therapie, Das große Handbuch der DarmInfusionen, Sonntag, Stuttgart, 1999

    M. Treben: Kopfschmerzen und Migräne, Ennsthaler, Steyr, 2000

    V Pfaffenrath, W.-D. Gerber. Chronische Kopfschmerzen, Kohlhammer, Stuttgart,1992

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Kopfschmerzen